Schulstandort Horb ist in Gefahr

Neubulach-Oberhaugstett. Der Obermeister der Fleischerinnung, Hans-Georg Ehret aus Egenhausen, bleibt für weitere drei Jahre im Amt. Die Mitglieder der Innung Calw wählten den 56-Jährigen bei ihrer Hauptversammlung in Neubulach-Oberhaugstett einstimmig. In seiner neuen Amtsperiode steht Ehret vor großen Herausforderungen.

 

2012 sei geprägt von überdurchschnittlichen Preiserhöhungen für Rohstoffe und Energie, sagte Ehret in seinem Bericht. Ein Ende sei nicht abzusehen – der Obermeister befürchtet wegen des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration ein weiteres Anziehen der Schweinepreise. "Preisanpassungen sind daher unumgänglich", verdeutlichte Ehret. Mit den Dumpingpreisen der Industrie könne das Handwerk ohnehin nicht mithalten. Wer preislich unter die Schmerzgrenze gehe, bestehe nicht dauerhaft am Markt. Als Stärken der Fleischer nannte er Regionalität, Transparenz, Bezug des Viehs aus bäuerlicher Tierhaltung, kurze Transportwege, eigene beziehungsweise handwerkliche Schlachtung, Handwerkstradition bei der Herstellung der Produkte sowie Fachberatung und Service. Damit könnten sich die Fachbetriebe von Discountern und Industrie wirkungsvoll abgrenzen.

Höhepunkt des Jahres sei das Schaugrillen mit Grillweltmeister Heinz Schaal auf der Landesgartenschau in Nagold gewesen. Dabei hätten sich die Calwer Innungsbetriebe wirkungsvoll in der Öffentlichkeit präsentiert.

Dass auch Förderschüler in der Lage seien, gute Leistungen zu bringen und deshalb im Fleischerhandwerk eine Chance erhalten sollten, habe der Berufsschulwettbewerb auf der Süffa gezeigt, bei dem ein Azubi sogar eine Goldmedaille errungen habe. "Nutzen Sie vorhandene Mitarbeiter als Multiplikatoren", schlug Ehret vor. "Eine hohe Wertschätzung wird nach außen getragen und wirkt sich positiv auf die Azubi-Suche aus." Bei den Zwischen- und Gesellenprüfungen von jeweils drei Azubis habe er die gesamte Bandbreite des Leistungsniveaus beobachtet – von sehr gut bis zum Gegenteil davon, berichtete Herbert Reinhardt als Prüfungsvorsitzender. Dennoch hätten alle Prüflinge bestanden – auch dank des durch die Schule ermöglichten fundierten Leistungsstands.

 

Schulleiter Jochen Lindner von der Berufsschule Horb bedauerte die geringe Zahl von bisher 30 Azubis aus dem Fleischerhandwerk. Obwohl er beim Regierungspräsidium eine Sondergenehmigung für ein Kleinklassen-Modell erhalten habe, sei der Schulstandort in Gefahr. Lindner setzt nun auf verstärkte Nachwuchswerbung und bat die Innungsmitglieder, hierbei mitzuziehen.

Joachim Boos von der Pforzheimer Alfons-Kern-Berufsschule kann zwar in drei Jahrgängen 60 Schüler vorweisen, will aber ebenfalls die Werbetrommel rühren. Kreishandwerksmeisterin Roswitha Keppler befürwortete ebenfalls die intensivere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben. Zugleich kritisierte sie das nachhaltige Interesse der Regierung an den Gemeinschaftsschulen, während die beruflichen Schulen außen vor blieben.

 

Der Vorstand der Fleischerinnung Calw besteht aus Obermeister Hans-Georg Ehret aus Egenhausen, dem stellvertretenden Obermeister Siegfried Mann aus Stammheim, Ernst Jürgen Braun (Ebhausen), Manfred Dürr (Altensteig), Walter Franz jun. (Calw), Stefan Hammann (Enzklösterle), Rainer Jourdan (Calw), Fritz Kern jun. (Simmersfeld), Michael Roller (Calw), Martin Theurer (Altensteig), Martin Pfeffer (Nagold) und Wolfgang Seeger (Neubulach). Als Kassenprüfer wurden Sven Schubert (Neuhengstett) und Michael Wagner (Bad Liebenzell) bestätigt.

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